Werder Bremens Trainer Daniel Thioune hat ein ungewöhnliches Vorbild für die Entwicklung seines Teams genannt. Der Coach sieht im Spielsystem eines Bundesliga-Absteigers eine Orientierung für den eigenen Weg.
"Daran kann man sich orientieren", sagte Thioune über den Stil der abgestiegenen Mannschaft. Er betonte, dass bestimmte taktische Ansätze auch für Werder passend sein könnten. Der 51-Jährige verwies darauf, wie die Mannschaft trotz des Abstiegs über weite Strecken der Saison überzeugt habe.
Thiounes Aussage fällt in eine Phase des Umbruchs. Werder steht nach zwei Spieltagen mit drei Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. Die Bilanz zeigt ein Auf und Ab: Nach einer 1:4-Niederlage in Freiburg folgte ein überzeugender 3:1-Heimsieg gegen RB Leipzig. In diesem Spiel trafen Eren Dinkçi (4.), Niclas Füllkrug (68.) und Marco Grüll (80.). Die aktuelle Form der letzten fünf Pflichtspiele lautet zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen (WLWLD).
Der Trainer sucht offenbar nach einer stabileren Spielidentität. Die Mannschaft hat in der Bundesliga bisher vier Tore erzielt, aber auch fünf kassiert. Vor dem nächsten Spieltag gegen Tabellenführer FC Augsburg am 19. September (Heim, 15:30 Uhr) ist die Suche nach Konsistenz ein zentrales Thema. Die komplette Terminplanung findet sich auf unserer Spielplan-Seite.
Thiounes Äußerung ist ein klares Signal, dass er für Werder einen spezifischen Fußball etablieren will. Ob sich dieser an einem Absteiger orientiert oder eigene Wege geht, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die nächste Gelegenheit ist das Topspiel gegen Augsburg im Weserstadion.
