Cameron Puertas kehrt nicht zu Werder Bremen zurück, sondern wechselt auf Leihbasis zum UAE-Klub Al-Wasl. Das berichtete Bild Sport diese Woche und überraschte damit viele Anhänger des Bundesligisten.

Werder hatte nach der erfolgreichen Leihe in der Vorsaison gehofft, den 28-jährigen Mittelfeldspieler fest verpflichten zu können. Verhandlungen mit seinem Besitzerklub Al-Qadsiah aus Saudi-Arabien scheiterten jedoch an der geforderten Ablösesumme von zehn Millionen Euro. Trainer Daniel Thioune, 52, muss daher auf einen weiteren Neuzugang für die zentrale Mitte verzichten. Die Mannschaft steht nach zwei Spieltagen mit drei Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz und hat ein Torverhältnis von 4:5.

Warum der Wechsel nach Vereinigte Arabische Emirate zustande kam

Al-Qadsiah schien bereits einen Käufer für Puertas gefunden zu haben, als sich Al-Wasl SC meldete. Der Klub aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der seit 17 Jahren in der ersten Liga spielt, sicherte sich den Spieler nun für ein Jahr per Leihe. Interessant ist, dass Al-Wasl am kommenden Montag in der Asian Champions League ausgerechnet auf Al-Qadsiah trifft. Puertas selbst hatte eigentlich eine dauerhafte Rückkehr nach Europa angestrebt. Sein Weggang hinterlässt bei Werder eine Lücke, die nicht geschlossen wurde, nachdem der Verein am letzten Tag der Transferfrist die Verfolgung des Schweizers aufgab.

Wie Werder auf die verpasste Verstärkung reagiert

Als Reaktion auf die verletzungsbedingte Auszeit von Jens Stage hatte Werder bereits zuvor mit Youri Regeer einen jungen Niederländer verpflichtet. Der 23-Jährige soll den Dänen ersetzen, der sich einen Oberschenkel-Sehnenriss zugezogen hat und frühestens im Januar wieder zur Verfügung steht. Neben Stage fehlen Trainer Thioune derzeit auch Felix Agu, Justin Njinmah, Eren Dinkçi und Senne Lynen, wie der aktuelle Verletztenstatus zeigt. Diese personellen Engpässe machen das Ausbleiben einer weiteren Verstärkung im Mittelfeld besonders spürbar.

Welche Herausforderungen jetzt anstehen

Die Mannschaft von Werder Bremen muss die anstehenden Aufgaben mit der vorhandenen Besetzung meistern. Das nächste Spiel findet bereits am 12. September auswärts beim 1. FC Köln statt, der aktuell auf dem 11. Rang liegt. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass Werder drei Punkte hinter dem überraschenden Spitzenreiter FC Augsburg zurückliegt. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie die Mannschaft mit der Situation umgeht. Die komplette Planung für die nächsten Pflichtspiele ist im Spielplan einsehbar.

Der Fokus liegt nun voll auf der Vorbereitung für das Derby gegen Köln. Ein Sieg könnte die junge Saison wieder in die richtige Richtung lenken.