Der SV Werder Bremen hat einen geplanten Transfer von Stürmer Dawid Kownacki in die polnische Liga gestoppt. Der 29-Jährige sollte ursprünglich zu Pogon Stettin wechseln, doch der Nordklub zog seine Zustimmung in letzter Minute zurück, wie die MOPO berichtet.

Die Transferfrist für Nachbarländer war am Mittwochabend um 23:59 Uhr abgelaufen. Trotz einer grundsätzlichen Einigung zwischen Werder Bremen und Pogon Stettin sowie Kownackis Bereitschaft, auf einen Teil seines Gehalts zu verzichten, kam der Wechsel nicht zustande. Der Klub blieb skeptisch, ob das hohe Gehalt des Angreifers in ausreichend viele Tore umgemünzt werden könnte. Kownacki verdient bei Werder schätzungsweise eine Million Euro im Jahr.

Warum sagte Werder Bremen ab?

Laut Dominik Markiewicz, der die MOPO zitiert, liefen zwar Gespräche, aber der Verein blieb skeptisch, ob das hohe Gehalt auch zu Toren führen würde. Schließlich entschied sich der Klub gegen einen Transfer. Kownacki war 2023 ablösefrei von Fortuna Düsseldorf zum SV Werder Bremen gekommen. Der finanziell angeschlagene Nordklub bleibt nun weiterhin für das Gehalt des Stürmers verantwortlich. Trainer Clemens Fritz hatte bereits klargestellt, dass er Kownacki keine garantierte Spielzeit zusichern kann.

Welche Optionen hat Dawid Kownacki noch?

Nur vier europäische Transferfenster sind noch geöffnet, was späte Abgänge ermöglicht. In Polen schließt das Fenster am 9. September, in der Slowakei am 13. September. Griechenland hat bis zum 15. September Zeit und Serbien sogar bis zum 18. September. Mehrere polnische Erstligisten haben bereits Interesse an Kownacki bekundet. Für den Stürmer bedeutet dies eine ungewisse Zeit, während Werder Bremen seine Personalplanung für die laufende Saison fortsetzt. Die Mannschaft steht aktuell mit drei Punkten auf Platz 10 der Bundesliga-Tabelle und hat vier Tore erzielt bei fünf Gegentreffern.

Wie ist die Sturm-Situation bei Werder Bremen?

Neben Dawid Kownacki verfügt Werder Bremen über weitere Offensivoptionen. Dazu zählen der 33-jährige Niclas Füllkrug, der 29-jährige Cedric Itten sowie die jungen Talente Kenny Quetant (20), Salim Musah (20) und Keke Topp (22). Diese interne Konkurrenz erschwert Kownackis Perspektive auf regelmäßige Einsätze. Die Verletztenliste des Klubs ist derzeit mit Felix Agu, Jens Stage, Justin Njinmah, Eren Dinkçi und Senne Lynen ohnehin schon lang, was auf der Verletztenliste nachzuvollziehen ist.

Was bedeutet das für die laufende Saison?

Werder Bremen startete mit einem Sieg und einer Niederlage in die Bundesliga-Saison 2026/27 und liegt drei Punkte hinter dem Tabellenführer FC Augsburg. Das nächste Spiel findet am 12. September 2026 auswärts gegen den 1. FC Köln statt, der aktuell auf dem 11. Tabellenplatz steht. Die komplette Terminplanung ist auf der Spielplan-Seite einsehbar. Die Entscheidung gegen den Kownacki-Transfer unterstreicht die sportliche Planung des Klubs, der trotz finanzieller Herausforderungen auf eine zielgerichtete Kaderzusammensetzung setzt. Der Stürmer bleibt vorerst Teil des Werder-Kaders, während sich seine Zukunft in den noch offenen Transferfenstern entscheiden könnte.