Werder Bremen hat die Rückkehr von Cameron Puertas verpasst und stattdessen auf Youri Regeer als Neuzugang gesetzt. Der Mittelfeldspieler wechselte am Deadline Day auf Leihbasis zu Al Wasl SC, nachdem eine Einigung mit seinem Verein Al Qadsiah nicht gelang, wie fussballdaten.de diese Woche berichtete.

Sportdirektor Peter Niemeyer äußerte sein Bedauern über den gescheiterten Deal. "Der Klub hätte Puertas geschätzt und gerne erneut mit ihm gearbeitet", sagte Niemeyer. Puertas hatte die vergangene Saison auf Leihbasis bei Werder verbracht und sich bis zum Saisonende zu einer wichtigen Größe im Mittelfeld entwickelt. Eine dauerhafte Verpflichtung des 24-Jährigen scheiterte jedoch an den finanziellen Vorstellungen von Al Qadsiah. Laut Berichten von Bild und Deichstube forderte der saudi-arabische Klub eine Ablösesumme in Höhe von rund zehn Millionen Euro.

Warum der Deal für Puertas platzte

Neben der hohen Ablöseforderung spielten auch die Vertragskonditionen des Spielers eine Rolle. Puertas hatte seinen Vertrag bei Al Qadsiah offenbar bis 2028 verlängert und verdient nach Medienberichten sechs Millionen Euro pro Jahr. Für Werder Bremen stellten diese Summen eine zu große finanzielle Hürde dar. Bis zum letzten Tag des Transferfensters blieb eine erneute Zusammenarbeit zwar im Gespräch, doch eine Einigung wurde nicht erzielt. Stattdessen fand der Schweizer Mittelfeldspieler mit einem Wechsel zu Al Wasl SC in die Vereinigten Arabischen Emirate eine neue sportliche Herausforderung.

Wer ist die Alternative Youri Regeer?

Als Reaktion auf das gescheiterte Puertas-Geschäft handelte Werder Bremen schnell und verpflichtete Youri Regeer von Ajax Amsterdam. Der 22-jährige Niederländer kam ebenfalls auf Leihbasis nach Bremen und hat bereits in den ersten Trainingseinheiten einen positiven Eindruck hinterlassen. Der Vertrag beinhaltet eine Kaufoption für den kommenden Sommer in Höhe von fünf Millionen Euro. Regeer soll die Lücke im defensiven Mittelfeld schließen, die durch die Verletzung von Senne Lynen und Jens Stage noch größer geworden ist. Die aktuelle Verletztenliste von Werder Bremen umfasst fünf Spieler, darunter auch Offensivkräfte wie Justin Njinmah und Eren Dinkçi.

Wie sieht die aktuelle Situation aus?

Werder Bremen startete mit drei Punkten aus zwei Spielen in die Bundesliga-Saison und liegt aktuell auf dem zehnten Tabellenplatz. Die Bilanz zeigt ein Sieg und eine Niederlage bei einem Torverhältnis von 4:5. Damit liegt der SVW drei Punkte hinter dem überraschenden Tabellenführer FC Augsburg. Die nächste Möglichkeit, Punkte zu sammeln, bietet sich am kommenden Samstag, dem 12. September 2026, beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln. Die Kölner stehen nur einen Platz hinter Werder und versprechen ein enges Duell. Den kompletten Spielplan finden Sie in unserer Terminübersicht.

Die Entscheidung für Regeer statt Puertas ist auch eine strategische Weichenstellung für die kommenden Monate. Während Puertas mit seinem Wechsel nach Asien eine andere Richtung eingeschlagen hat, kann Werder Regeer bis zum Sommer in Ruhe testen, bevor über eine feste Verpflichtung entschieden wird. Der Niederländer hat bis zum 30. Juni 2027 Zeit, den Verantwortlichen von seiner Qualität zu überzeugen und sich einen Stammplatz im Mittelfeld zu erkämpfen. Das nächste Spiel gegen Köln wird ein erster wichtiger Test für die neue Mittelfeldkonstellation sein.