Werder Bremens Trainer Daniel Thioune hat sich schützend vor Alexander Prass gestellt und die Regel, die dem Hoffenheimer eine rote Karte einbrachte, scharf kritisiert. Thioune bot sogar an, die daraus folgende Strafe für den gegnerischen Spieler zu übernehmen. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Spieltag, als Prass in der 89. Minute den Ausgleich für Hoffenheim gegen Leverkusen erzielte, sein Trikot auszog und dafür des Feldes verwiesen wurde.
Daniel Thioune sagte, er sei kein Anhänger dieser Vorschrift. Der Werder-Coach ging noch einen Schritt weiter und erklärte seine persönliche Bereitschaft, für solche emotionalen Momente einzustehen. Er bot an, in einem solchen Fall die Strafe zu übernehmen.
Die Äußerungen fallen in eine wichtige Phase für Werder Bremen. Das Team von der Weser belegt nach sieben Spieltagen mit zwölf Punkten den siebten Platz in der Bundesliga und trifft an diesem Samstag ausgerechnet auf die Mannschaft von Alexander Prass. 1899 Hoffenheim, aktuell Tabellenzehnter, kommt zum Duell ins Weserstadion. Die Bremer wollen die negative Serie der letzten fünf Spiele, in denen sie einen Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen einfuhren, durchbrechen und an die starken Auftakte anknüpfen, die sie in dieser Saison bereits gezeigt haben. In der Tabelle liegen sie fünf Punkte hinter den führenden Bayern München. Die Mannschaft hat in dieser Saison 15 Tore erzielt und 14 kassiert. Oktober.
Für Hoffenheim bedeutet die Sperre von Prass einen spürbaren Ausfall im Mittelfeld. Thioune zeigte mit seiner ungewöhnlichen Geste nicht nur Solidarität, sondern brachte auch eine weit verbreitete Unzufriedenheit unter Trainern und Spielern mit der starren Anwendung dieser Vorschrift zum Ausdruck. Das direkte Duell am Samstag gewinnt durch diese Hintergrundgeschichte eine zusätzliche Note.
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