Werder Bremen will als Überraschungsmannschaft der Bundesliga im DFB-Pokal bei Borussia Dortmund für eine Überraschung sorgen. Trainer Daniel Thioune kündigte für das Achtelfinale am Dienstagabend im Signal Iduna Park (20.45 Uhr) eine mögliche Rotation an, die auch Top-Torjäger Niclas Füllkrug betreffen könnte.
Thioune bestätigte, dass der 33-jährige Leihstürmer von West Ham United, der in dieser Saison bereits acht Tore in sieben Ligaspielen erzielt hat, nicht von Beginn an auflaufen muss. „Niclas ist natürlich nicht zu ersetzen für uns“, sagte der Trainer, verwies aber auf die hohe Belastung. Füllkrug hatte erst am vergangenen Freitag beim 3:2-Sieg in Mainz zwei Elfmeter verwandelt und war in der 80. Minute ausgewechselt worden. Mit Blick auf das wichtige Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Samstag könnte Thioune den Angreifer schonen.
Neben Füllkrug sind weitere Änderungen in der Startelf möglich. Mitchell Weiser, der sich von einer Knieverletzung erholt hat, könnte seine Rückkehr in die Startformation feiern. Olivier Deman hingegen ist wegen Sehnenproblemen angeschlagen und fällt womöglich aus. An seiner Stelle könnte Mick Schmetgens eine Chance erhalten. Auch im Tor könnte Alexander Schlager für den bisherigen Stammkeeper Karl Hein zwischen den Pfosten stehen.
Thioune betonte, dass die Mannschaft trotz der Außenseiterrolle mit dem Ziel antritt, weiterzukommen. „Unser Ziel ist, eine Runde weiterzukommen. Wir wollen nicht nur Gast sein“, erklärte der Werder-Coach. Er sieht den BVB als klaren Favoriten, traut seiner Truppe aber durchaus etwas zu. „Wir sind Außenseiter, der BVB ist Favorit. Wir freuen uns darauf, vielleicht ihre Party zu stören.“
Historische Vorbilder
Die Bremer können auf eine positive Pokalhistorie gegen Dortmund blicken. Dreimal konnten sie den BVB in der Vergangenheit aus dem Wettbewerb werfen, zuletzt mit einem 3:2-Erfolg im Achtelfinale der Saison 2020. Auch die letzten drei Pokal-Duelle insgesamt gingen an Werder. Niclas Füllkrug selbst kennt den Geschmack eines späten Treffers gegen Dortmund: In der Bundesliga-Saison 2023/24 erzielte er den 2:2-Ausgleichstreffer.
Sportlich geht Werder mit gutem Gefühl in die Partie. Die Mannschaft von der Weser liegt nach sieben Spieltagen mit zwölf Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz der Bundesliga und hat in den letzten fünf Pflichtspielen nur eine Niederlage kassiert. Das letzte Spiel, der 3:2-Erfolg in Mainz, wurde durch Tore von Füllkrug (7./25.) und Ludovit Reis (61.) entschieden. Die nächste Aufgabe in der Liga wartet dann am Samstag mit dem Heimspiel gegen Hoffenheim, das aktuell auf dem zehnten Rang steht.
Die Partie im Signal Iduna Park wird live im Free-TV von ZDF und bei Sky übertragen. Für Werder Bremen geht es darum, die positive Frühform der Saison auch im Pokal fortzusetzen und in Dortmund einen Coup zu landen.
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