Werder Bremen hat Sebastian Kmiec zum neuen Co‑Trainer der Frauen‑Bundesliga‑Mannschaft ernannt – ein erfahrener Trainer, der zuvor beim Bremer SV aktiv war. Der 36‑jährige Kmiec übernimmt die Aufgabe ab der kommenden Saison und unterstützt Cheftrainerin Friederike "Fritzy" Kromp.
Werder setzt auf erfahrene Pädagogen?
Kmiec, ehemaliger Spieler‑ und Trainer beim Bremer SV, arbeitet seit Jahren als Gymnasiallehrer in Bremen‑Schwachhausen. Seine Doppelrolle als Lehrkraft und Trainer soll laut Kromp die taktische Schulung der Spielerinnen verbessern. „Er hat alle Stationen schon durchlaufen, kennt alle Perspektiven“, betont Kromp. Die Kombination aus didaktischer Erfahrung und Praxiswissen wird als großer Vorteil für das Team gesehen.
Warum der Wechsel für das Frauen‑Team wichtig ist?
Der Frauen‑Abteilung von Werder fehlt bislang ein festes Bindeglied zwischen Trainerstab und Nachwuchsförderung. Kmiec, der früher in der Werder‑Jugend spielte, bringt genau dieses Bindeglied mit. Er erklärt, dass er sich schnell von der Idee überzeugen ließ, in einer bisher männlich dominierten Umgebung zu arbeiten. Seine Aufgabe wird es sein, die Spielphilosophie von Kromp zu ergänzen und die taktische Vorbereitung zu vertiefen.
Wie passt das in die aktuelle Situation von Werder?
Während die Männer in der Bundesliga aktuell auf dem 15. Tabellenplatz mit 32 Punkten (8 Siege, 8 Unentschieden, 18 Niederlagen) stehen, kämpft das Frauen‑Team um den Klassenerhalt. Die Mannschaft hat bislang 37 Tore erzielt und 60 kassiert, ein Minus von 23. Keke Topp ist derzeit verletzt, was die Offensivoptionen weiter einschränkt. Der frische Trainerstab soll helfen, die Formkurve von L‑L‑L‑D‑W zu stabilisieren.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Kmiec wird nach den Sommerferien seine Lehrtätigkeit reduzieren, um sich voll auf das Traineramt zu konzentrieren. Er plant, den Spielerinnen mit Freikarten für seine Klassen ein Stück Bundesliga‑Atmosphäre zu bieten. Kromp hofft, dass die Kombination aus sportlicher Erfahrung und pädagogischem Know‑how das Team langfristig nach oben bringt. Der nächste Test steht im Herbst an, wenn Werder gegen den Tabellenführer Bayern München antritt – ein klarer Ansporn für das neue Trainerduo.
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