Werder Frauen haben die belgische Nationalspielerin Elena Dhont vom italienischen Erstligisten US Sassuolo verpflichtet und damit den Kader für die kommende Saison komplettiert. Die 28‑jährige Offensivspielerin schließt die letzte offene Planstelle, wie Geschäftsführer Clemens Fritz betonte.
Wer hat den Transfer abgeschlossen?
Der Abschluss kam am 7. Juni 2026, als Dhont offiziell ihren neuen Vertrag unterschrieb. Werder setzte damit auf Erfahrung: Dhont brachte in der vergangenen Saison 12 Tore und 7 Vorlagen in 24 Einsätzen für Sassuolo ein. Fritz erklärte, dass die Verpflichtung ein Zeichen für die langfristige Kaderplanung sei. Gleichzeitig bestätigte er, dass keine weiteren Neuzugänge geplant sind, weil das Team bereits gut aufgestellt ist.
Wie wirkt sich das auf das Trainerteam aus?
Trainerin Friederike Kromp bekommt nun einen frischen Offensivimpuls, während das Trainerteam ebenfalls komplett ist. Sebastian Kmiec, 36, übernimmt als neuer Co‑Trainer die Assistenz. Er kam von einer einjährigen Tätigkeit bei der Männer‑Mannschaft des Bremer SV und soll Kromp taktisch unterstützen. Beide betonten, dass die Integration von Dhont bereits im Sommertraining beginnt.
Was bedeutet das für die Saisonvorbereitung?
Mit Dhont im Kader kann Werder Frauen ihr Angriffsspiel variabler gestalten. Die Mannschaft hat im Sommer bereits mit intensiven Trainingslagern begonnen, um die Chemie zu festigen. Trotz des Umbruchs bleibt das Ziel klar: den Abstieg zu vermeiden. Aktuell steht Werder 15. in der Bundesliga, 32 Punkte, 8 Siege, 8 Unentschieden und 18 Niederlagen aus 34 Spielen, mit einer Formkurve von LLLDW. Die Defensive hat bisher 60 Gegentore kassiert, während die Offensive 37 Treffer erzielt hat – ein Minus von 23.
Welche Spielerinnen haben das Team verlassen?
Auf der Gegenseite verließen elf Spielerinnen den Klub, darunter Top‑Stürmerin Larissa Mühlhaus, die zu Eintracht Frankfurt wechselte. Mühlhaus erzielte in der letzten Saison 17 Treffer in 26 Spielen. Ihr Weggang hinterlässt eine Lücke, die Dhont nun füllen soll. Zusätzlich ist Keke Topp derzeit verletzt und fehlt weiterhin im Kader.
Was steht als Nächstes an?
Die Frauenmannschaft startet am 20. August mit dem ersten Ligaspiel gegen den Tabellenführer Bayern München. Werder liegt dabei 57 Punkte hinter den Bayern, ein Abstand, der die Aufgabe enorm macht. Trotzdem hofft die Geschäftsführung, dass die frische Offensivkraft und das stabile Trainerteam das Team motivieren und den Abstieg abwenden können. Der Fokus liegt nun auf dem Trainingsbetrieb und der Integration von Dhont in das Spielsystem von Kromp.
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