Werder Bremen verlor am Samstag mit 0:1 beim VfB Stuttgart und verpasste die Chance, in der Bundesliga-Tabelle weiter nach oben zu klettern. Den Siegtreffer erzielte Maximilian Mittelstädt bereits in der siebten Minute nach Vorarbeit von Grischa Prömel.

Der Spielverlauf

Stuttgart begann aggressiv und wurde früh belohnt. Mittelstädt traf nach einem flinken Angriff über die linke Seite. Werder fand nur schwer ins Spiel und musste sich lange mit Ballbesitz von 43 Prozent begnügen. Die größte Chance der Bremer kam in der 51. Minute, als Niclas Füllkrug Youri Regeer freispielte, der jedoch am Tor vorbeischoss. Torhüter Karl Hein hielt Werder mit mehreren Paraden gegen Mittelstädt (18., 28., 51., 57.) und Ludovit Reis (76.) im Spiel. In der Schlussphase köpfte Füllkrug noch knapp am langen Pfosten vorbei (85.).

Die Bilanz

Die Niederlage bedeutet den zweiten Auswärtssiegverlust in den letzten fünf Spielen für Werder, die mit 15 Punkten aus acht Spielen weiterhin den fünften Tabellenplatz belegen. In der laufenden Saison hat das Team 17 Tore erzielt und 14 kassiert. Topscorer Niclas Füllkrug, der vor dem Spiel für die anstehenden Länderspiele nominiert wurde und in dieser Saison bereits neun Tore in acht Einsätzen erzielt hat, blieb in diesem Spiel ohne Tor. Die Defensive um Kapitän Friedl musste 24 Schüsse der Schwaben hinnehmen.

Nach der Länderspielpause empfängt Werder Bremen am Sonntag, dem 22. November (17.30 Uhr), den Hamburger SV im Weserstadion. Das Nordderby gegen den aktuell Achtplatzierten bietet die Chance, die leicht angeschlagene Heimbilanz von zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage zu verbessern.

Nach der 0:1-Niederlage in Stuttgart kritisierte Werder-Kapitän Marco Friedl die erste Halbzeit scharf. "Wir haben eigentlich Angsthasenfußball gespielt", sagte der 28-Jährige. "Wir haben uns mit dem Ball versteckt." Die Mannschaft steht mit 15 Punkten aus neun Spielen weiterhin auf Platz fünf. In der zweiten Hälfte verbesserte sich das Spiel, doch die große Chance von Youri Regeer wurde nicht genutzt.

Lothar Matthäus lobte Niclas Füllkrugs Rolle beim 0:1 gegen Stuttgart. "Wenn ein Mittelstürmer von Werder 70 Ballkontakte hat, in einem Spiel, dann weißt du, wo das Spiel hingelaufen ist", sagte der Experte bei Sky. Trainer Daniel Thioune erklärte die Taktik: "Wir wollten aus der Manndeckung rauskommen, in dem Füllkrug sich fallen lässt." Die Mannschaft steht mit 15 Punkten aus neun Spielen weiterhin auf Platz fünf.

Niclas Füllkrug sah im Spiel gegen Stuttgart seine erste gelbe Karte der Saison. Der Werder-Stürmer erhielt sie in der 24. Minute nach einem Arm-Einsatz gegen VfB-Verteidiger Jeff Chabot, wie der Verein bestätigte. Füllkrug, der in dieser Saison bereits neun Tore erzielt hat, blieb in der Partie ohne Torerfolg. Die Mannschaft steht mit 15 Punkten weiterhin auf Platz fünf.

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Werder: letzte 8 Ligaspiele, ältestes zuerst (4 Siege, 3 Unentschieden, 1 Niederlagen)
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Nur Werder: Gesamtpunkte nach jedem der 9 Ligaspiele dieser Saison (15 Punkte). Gestrichelte Linie: das maximal Mögliche.