Ludovit Reis ist für die slowakische Nationalmannschaft nominiert. Der Mittelfeldspieler von Werder Bremen erhielt am Mittwoch die erste Berufung in seiner Karriere und entscheidet sich damit endgültig für das Land seiner familiären Wurzeln.
Reis, der in Haarlem bei Amsterdam geboren wurde und sowohl einen niederländischen als auch einen slowakischen Pass besitzt, hatte lange mit der Wahl zwischen beiden Verbänden gehadert. Für die Niederlande absolvierte er neun U19- und 17 U21-Länderspiele. Jetzt fiel die Entscheidung zugunsten der Slowakei. Nationaltrainer Vladimir Weiss hatte den 26-Jährigen bereits im Blick. „Wir kannten ihn schon, eine Einladung hat gereicht“, sagte Weiss. „Er hat seine Bereitschaft signalisiert, für uns zu spielen.
Für den Werder-Profi ist es ein bedeutender persönlicher Meilenstein. Reis selbst hatte seine offene Haltung in der Vergangenheit betont. „Ich bin für beide Seiten offen. Ich werde mich nicht für die Slowakei verschließen und auch nicht für die niederländische Nationalmannschaft“, sagte er. „Wenn ich gut spiele und mit Werder Woche für Woche Spiele gewinne, dann kommt, was kommt.“ Seine starken Leistungen in der laufenden Bundesliga-Saison haben diese Berufung nun möglich gemacht. Werder Bremen liegt nach acht Spieltagen mit 15 Punkten auf Rang fünf der Tabelle und hat zuletzt gegen Hoffenheim mit 2:0 gewonnen. In der Tabelle beträgt der Rückstand auf die Spitze nur drei Punkte. Die Mannschaft hat in dieser Saison bereits 17 Tore erzielt, wobei Niclas Füllkrug mit neun Treffern der Topscorer ist.
Die jüngste Form der Mannschaft, die aus den letzten fünf Spielen zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage holte, war entscheidend. Dazu zählen der 2:0-Heimsieg gegen Hoffenheim am 31. Reis wird voraussichtlich in den beiden anstehenden Nations-League-Spielen der Slowakei zum Einsatz kommen. Die Partien finden am 13. November gegen die Färöer und am 16. November gegen Kasachstan statt. Für Werder Bremen steht derweil das Auswärtsspiel beim Tabellenelften VfB Stuttgart am 7. November an. Es ist das letzte Pflichtspiel vor der Länderspielpause. Die Mannschaft von Ole Werner will die positive Form der letzten Wochen fortsetzen. Nach der Pause wartet dann das Nordderby gegen den Hamburger SV am 22. November. Die Berufung von Reis unterstreicht die gute Kaderarbeit bei Werder und könnte die internationale Sichtbarkeit des Klubs erhöhen. Sein nächster Einsatz für den SVW ist am Samstag in Stuttgart geplant.
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