Mitchell Weiser absolvierte für Werder Bremen in nur einer Halbzeit drei verschiedene Positionen. Beim 2:2 gegen den SC Paderborn am vergangenen Samstag kam der 32-Jährige zur zweiten Halbzeit für Chuki und spielte zunächst als Zehner, dann ab der 63. Minute als Rechtsaußen und schließlich in den Schlussminuten als Sechser.

Es war der längste Einsatz für Weiser seit seiner Rückkehr nach einer 14-monatigen Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses. Trainer Daniel Thioune gab ihm damit erstmals eine volle Halbzeit. Er sagte nach dem Spiel, dass man gemeinsam herausfinden müsse, wo der Spieler den größten Einfluss habe, und wollte sich nicht festlegen.

Thioune sieht den erfahrenen Spieler am ehesten auf der Außenbahn zu Hause. Er glaubt, dass Weiser auf der Bahn zu Hause ist, da er das viele Jahre gemacht habe. Vielleicht könne er auf der rechten Seite mehr Energie bringen, so der Trainer, der sich aber nicht festlegen wolle. Die Rolle als Sechser hält er für weniger wahrscheinlich, da mit der Rückkehr von Senne Lynen nächste Woche und der erwarteten Rückkehr von Jens Stage die Konkurrenz im Zentrum stark ist. Arthur hat sich zudem als Rechtsverteidiger etabliert, was Weisers Perspektiven in dieser Position einschränkt.

Der Wechsel zur Pause war laut Thioune keine Kritik an Chuki, sondern eine Reaktion auf das 0:2 zur Halbzeit. Weiser brachte Energie ins Spiel, suchte Abschlüsse und verfehlte knapp ein Tor. Er war zwar nicht direkt an einem der beiden Werder-Treffer beteiligt, die Niclas Füllkrug in der 59. und 65. Minute erzielte, hatte aber einen sichtbaren Einfluss auf die zweite Halbzeit.

Die Diskussion um Weisers optimale Position kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Werder auf Platz 8 der Bundesliga steht. Mit neun Punkten aus sechs Spielen und einer Bilanz von zwei Siegen, drei Unentschieden und einer Niederlage hat das Team eine solide Basis geschaffen. Die Tordifferenz ist mit zwölf erzielten und zwölf kassierten Toren ausgeglichen. Nächste Aufgabe ist das Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 am kommenden Samstag. Mainz liegt aktuell auf Rang fünf, was die Herausforderung unterstreicht. Die aktuelle Formkurve von Werder zeigt in den letzten fünf Pflichtspielen ein Unentschieden, eine Niederlage, ein Unentschieden, einen Sieg und ein Unentschieden. Topscorer der Saison ist weiterhin Niclas Füllkrug mit sechs Treffern.

Thioune betonte, dass Weiser unabhängig von seiner konkreten Position derzeit einen großen Einfluss auf das Spiel der Mannschaft habe. Eine abschließende Klärung seines besten Platzes könnte ein weiteres Gespräch zwischen Spieler und Trainer erfordern. Für das Spiel in Mainz wird die Rückkehr weiterer Spieler die taktischen Optionen des Trainers erweitern.

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