Werder Bremens Trainer Daniel Thioune hat Stürmer Eren Dinkci öffentlich den Rücken gestärkt und betont, dessen Wert für die Mannschaft gehe über reine Tore hinaus. Der 52-Jährige reagierte damit auf selbstkritische Äußerungen des 24-jährigen Leihspielers, der Ende August aus persönlichen Gründen von SC Freiburg zurückgekehrt war. Die Mannschaft steht derzeit mit acht Punkten auf dem siebten Tabellenplatz und liegt damit fünf Punkte hinter der Tabellenspitze.

Thioune hob die defensive Einstellung seiner Offensivspieler als Schlüssel für den guten Saisonstart hervor. Er sagte, seine Angreifer seien außerordentlich arbeitsintensiv in der Defensive und taktisch sehr diszipliniert. Der Werder-Coach fügte hinzu, Dinkci habe seinen Teil zu den bisher gesammelten Punkten beigetragen und sei ein absoluter Teamplayer, der sich nicht über Tore definieren müsse.

Dinkci, dessen Lebensgefährtin an Leukämie erkrankt ist und der deshalb den Wunsch nach einer Rückkehr nach Bremen hatte, äußerte sich selbstkritisch zu seiner bisherigen Leistung. Der Angreifer sagte, seine bisher gezeigten Leistungen seien solide bis gut gewesen, aber noch nicht seinen Erwartungen entsprechend. Er habe die Vorbereitung verpasst und arbeite noch an Sicherheit und Kreativität in seinem Spiel.

Die Grün-Weißen liegen nach fünf Spieltagen auf einem Platz im oberen Tabellendrittel. Ihre Bilanz weist zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage auf, was der Form der letzten fünf Spiele entspricht. In der Bundesliga haben sie zehn Tore erzielt und ebenso viele kassiert. Der erfolgreichste Torschütze der Mannschaft ist aktuell Niclas Füllkrug, der in fünf Einsätzen bereits vier Mal getroffen hat. Das nächste Spiel findet am Samstag 17. Oktober im heimischen Weserstadion gegen den SC Paderborn statt, der aktuell auf dem 15. Rang steht.

Thioune sieht bei Dinkci trotzdem weiteres Potenzial. Der Trainer meinte, der Spieler könne physisch noch zulegen und an Stabilität gewinnen. Es handele sich um kleine Details, bei denen man noch viel Potenzial sehe. Dinkci hatte nach einem Kurzeinsatz zum Auftakt in den folgenden vier Partien von Beginn an gespielt und sich dabei vor allem durch Laufarbeit und taktisches Verständnis ausgezeichnet. Sein einziges Tor seit der Rückkehr erzielte er in einem Heimspiel Anfang September.

Die Mannschaft blickt auf eine wechselhafte Form der letzten Wochen zurück, zuletzt holte sie ein Unentschieden beim BVB durch späte Tore von Leonardo Reis und Niclas Füllkrug in der 88. und 90. Minute. Vor dem Heimspiel gegen Paderborn, gegen das man in der Vorsaison unentschieden spielte, ist die Stimmung im Kader dennoch positiv. Thioune setzt weiter auf die Entwicklung seines Leihspielers, der sich im Alltag auf den Sport konzentrieren kann. Die nächste Chance, auf dem Platz zu überzeugen, hat Dinkci am Samstagnachmittag.

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