Werder Bremen hat am zweiten Bundesliga-Spieltag mit einem überraschenden 3:1-Heimsieg gegen RB Leipzig für Aufsehen gesorgt. Nach der Auftaktniederlage in Freiburg gelang den Grün-Weißen damit ein wichtiger Befreiungsschlag, wie Bild Sport berichtete.
Wie gelang Werder der Befreiungsschlag?
Der Sieg basierte auf einer kämpferisch starken Leistung und frühen Führung. Bereits in der vierten Minute erzielte Eren Dinkci nach Vorarbeit von Chucky und Niclas Füllkrug das 1:0. Beim Jubel formte Dinkci ein Herz für seine an Leukämie erkrankte Freundin Cinja. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune zeigte anschließend eine disziplinierte Defensivleistung und ließ Leipzig trotz hohen Ballbesitzes kaum zu klaren Chancen kommen.
In der 68. Minute sorgte dann Niclas Füllkrug für die wichtige Beruhigung. Nach einer Ecke von Dinkci und einer Hereingabe von Marco Grüll köpfte der Stürmer völlig frei zum 2:0 ein. Es war sein erstes Bundesligator im Werder-Dress seit April 2023. Grüll setzte in der 80. Minute noch einen drauf, bevor Ridle Baku in der Nachspielzeit den Ehrentreffer für Leipzig erzielte. Die Tagesschau hob die mannschaftliche Geschlossenheit der Bremer als entscheidenden Faktor hervor.
Was sagten die Beteiligten nach dem Spiel?
Werder-Kapitän Marco Friedl reagierte erleichtert auf den Sieg. „Die Kritik hat uns nachdenklich gemacht. Heute waren wir richtig heiß, haben zwischendurch gelitten und eine richtig gute Reaktion auf das letzte Spiel gezeigt“, sagte er gegenüber Bild. Torschütze Eren Dinkci bezeichnete den Treffer als kleinen Traum. „Ich glaube, dass heute die mannschaftliche Geschlossenheit entscheidend war“, so der Angreifer.
Auf Leipziger Seite zeigte sich Trainer Martin Demichelis enttäuscht. „Wir müssen lernen. Werder war heute in den Zweikämpfen einfach aktiver als wir. Außerdem haben wir nach dem zweiten Gegentreffer unsere Struktur verloren“, analysierte er laut Tagesschau. Die Ausfälle mehrerer Stammspieler wie Hugo Gruda und Castello Lukeba machten sich bei RB bemerkbar.
Wie sieht die aktuelle Lage bei Werder aus?
Der Sieg bringt Werder in der Tabelle nach oben, doch die Ausgangslage vor dem Spieltag war schwierig. Vor dem Spiel stand der Klub mit null Punkten auf dem 16. Tabellenplatz und hatte aus einem Spiel ein Tor erzielt und vier kassiert. Die nächste Aufgabe wartet am 12. September beim 1. FC Köln, der aktuell Achter ist. Die aktuelle Tabelle zeigt, dass Werder nun drei Punkte hinter Spitzenreiter Bayern München liegt.
Die Personalsituation bleibt angespannt. Neben den im Spiel gegen Leipzig eingesetzten Neuzugängen Youri Regeer und Arthur fehlen weiterhin mehrere Stammkräfte. Auf der Verletztenliste stehen derzeit Felix Agu, Jens Stage, Justin Njinmah und Senne Lynen. Ihre Rückkehr wäre für die anstehenden Aufgaben wichtig. Alle kommenden Termine sind auf der Spielplan-Seite einsehbar.
Der Sieg gegen Leipzig gibt der Mannschaft Rückenwind für die Auswärtspartie in Köln. Ein weiterer Erfolg wäre für den Klassenerhalt wichtig, nachdem die Saison mit einer 1:4-Niederlage in Freiburg begonnen hatte.
