Werder Bremen hat am Samstag mit einem neu zusammengewürfelten Team einen überraschenden 3:1-Heimsieg gegen RB Leipzig in der Bundesliga errungen. Get German Football News berichtet, dass Trainer Daniel Thioune sieben Spieler einsetzte, die erst kürzlich zum Verein gestoßen oder zurückgekehrt waren.
Die Tore für die Bremer erzielten Eren Dinkçi in der 4. Minute, Niclas Füllkrug in der 68. und Marco Grüll vor Ridle Bakus spätem Anschlusstreffer. Der Sieg folgte auf eine 1:4-Niederlage in Freiburg und kam trotz der langfristigen Ausfälle von Top-Torschütze Jens Stage und Justin Njinmah zustande.
Wie hat sich das neue Mittelfeld geschlagen?
Das komplett neu formierte Mittelfeld mit Chuki, Ludovit Reis und dem frisch von Ajax ausgeliehenen Youri Regeer war der bemerkenswerteste Teil der Aufstellung. Thioune gab an, dass sich die drei Spieler effektiv erst seit drei Tagen kennen. Dennoch funktionierte die Zusammenarbeit von Beginn an. Der frühe Führungstreffer entstand nach einem Ballgewinn in der Spitze und einem präzisen Steckpass von Chuki auf Dinkçi.
"Ich denke, das Mittelfeld hat insbesondere gezeigt, wie sie ausgeglichen zusammenarbeiten können", sagte Thioune nach dem Spiel. "Das sind Jungs auf dem Platz, die sich erst seit drei Tagen kennen." Die Bremer haben in dieser Saison bereits 14 neue Spieler verpflichtet und stehen in der Tabelle nach diesem Sieg auf einem Mittelfeldplatz.
Welche Rolle spielten die Rückkehrer?
Eren Dinkçi und Niclas Füllkrug verliehen dem Sieg eine emotionale Note. Dinkçi, der in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist, erzielte mit seinem ersten Ballkontakt das 1:0 und küsste anschließend das Werder-Wappen. Füllkrug nutzte eine Ecke von Grüll zum 2:0 und feierte sein erstes Bundesligator seit seiner Rückkehr an die Weser.
"Für Leipzig ist es schwierig, mich zu decken", sagte der 33-jährige Stürmer gegenüber DAZN. "Ich wusste, dass ich treffen werde." Füllkrug ist mit seiner Erfahrung eine wichtige Stütze in einer jungen Mannschaft, deren vollständige Kaderliste sich in den letzten Wochen stark verändert hat.
Wie gelang die schnelle Integration?
Thioune führte den Erfolg auf konzentrierte, nicht-öffentliche Trainingseinheiten zurück. "Wir haben uns eingeschlossen und auf diesen Gegner fokussiert", erklärte er. Fünf der sieben neuen Starter hatten nicht einmal an der Vorbereitung teilgenommen. Der Trainer bat dennoch um Geduld. "Es ist gerechtfertigt, wenn ich um Zeit bitte", so Thioune. Er wies darauf hin, dass man solche Leistungen nun regelmäßig zeigen müsse.
Die Verletzungen von Stage und Njinmah hatten Werder kurz vor Transferschluss noch zum Handeln gezwungen. Neben Regeer wurde Arthur von Bayer Leverkusen als letzte Verpflichtung geholt. Beide debütierten sofort in der Startelf. Die aktuelle Verletztenliste bleibt mit den beiden Langzeitausfällen eine Herausforderung.
Thioune beendete seine Pressekonferenz mit einem Verweis auf den anstehenden "Familientag" des Vereins. Er betonte den Zusammenhalt der "Werder-Familie" in schwierigen Zeiten. Der nächste Beweis, ob die neue Mannschaft trägt, steht am kommenden Wochenende an, wenn Werder Bremen im Spielplan auf Auswärtsfahrt geht.
