Werder Bremen hat mit einem überzeugenden 3:1-Heimsieg gegen RB Leipzig die erste Saisonpartie im Weserstadion gewonnen. Die Tore von Eren Dinkci, Niclas Füllkrug und Marco Grüll sorgten am Samstag für einen perfekten Start vor heimischer Kulisse und katapultierten den Verein in der aktuellen Bundesliga-Tabelle auf den neunten Rang.

Die Mannschaft von Ole Werner zeigte von Beginn an eine enorme Laufbereitschaft und gewann vor der Pause 70 Prozent der Zweikämpfe. Diese Einstellung zahlte sich früh aus. Bereits in der vierten Minute erzwang Olivier Deman den Ball und leitete die schnelle Kombination ein: Füllkrug spielte auf Chuki, der sofort zu Dinkci weiterleitete. Der 24-Jährige schloss kaltblütig ab.

Seine emotionale Torjubel, ein Kuss auf das Wappen und ein Herz für seine Freundin, war der Höhepunkt einer bewegenden Woche. Dinkci widmete den Treffer seiner Freundin Cinja, die im Winter an Blutkrebs erkrankt ist. "Dass sie an Leukämie erkrankt ist, wissen ja mittlerweile sehr viele.", sagte der Stürmer nach dem Spiel gegenüber Bild Sport.

Wie sicherte Werder den Sieg?

Leipzig kam trotz personeller Ausfälle wie Gruda, Lukeba und Baumgartner gefährlich. In der 24. Minute schoss Torhüter Karl Hein nach einem laschen Pass von Arthur den Ball gegen Christopher Nkunku. Schiedsrichter Sascha Stegemann zeigte zunächst auf den Elfmeterpunkt, zog die Entscheidung nach VAR-Einsicht aber zurück. Werder blieb danach konzentriert und kontrollierte die Partie.

Der zweite Treffer fiel in der 67. Minute. Nach einer Ecke von Marco Grüll köpfte Niclas Füllkrug aus 13 Metern unhaltbar ein. Nur wenige Momente später versuchte Neuzugang Youri Regeer mit einem 40-Meter-Lob über Marten Vandevoordt zu überraschen, der den Ball noch auf die Latte lenken konnte. In der Schlussphase vollendete Marco Grüll per Volley zum 3:0. Ridle Bakus Anschlusstreffer in der fünften Minute der Nachspielzeit kam zu spät.

Was sagte Kapitän Marco Friedl?

Der Werder-Kapitän zeigte sich erleichtert über die klare Reaktion nach der Kritik an den Leistungen zu Saisonbeginn. "Die Kritik hat uns schon nachdenklich gemacht. So schlecht habe ich es ehrlicherweise auch nicht gesehen, wie es dargestellt wurde.", analysierte Friedl. Mit dem Sieg verbesserte sich Werder auf drei Punkte aus zwei Spielen und liegt in der aktuellen Statistik nun drei Punkte hinter Tabellenführer SC Freiburg.

Welche Spieler fehlen aktuell?

Der Sieg ist umso bemerkenswerter, da Werder Bremen weiterhin auf mehrere Stammspieler verzichten muss. In der Verletztenliste stehen derzeit Felix Agu, Jens Stage, Justin Njinmah und Senne Lynen. Ihre Rückkehr würde das Team zusätzlich stärken, besonders vor dem nächsten Auswärtsspiel.

Wann ist das nächste Spiel?

Die Grün-Weißen reisen am 12. September zum 1. FC Köln. Der Gegner steht aktuell auf dem zehnten Tabellenplatz, was ein offenes Duell verspricht. Alle anstehenden Termine sind im Spielplan aufgeführt. Ein weiterer Auswärtssieg würde die positive Trendwende nach dem turbulenten Sommer mit drei Last-Minute-Transfers endgültig besiegeln.