Was Werder nach dem Spiel gegen den VfB Oldenburg zu den Missständen auf Platz 11 sagt
Der Saisonauftakt für den Fußball-Regionalligisten VfB Oldenburg verlief hervorragend, doch die Gastfreundschaft des Vereins in Bremen ließ zu wünschen übrig. Das von Dario Fossi trainierte Team besiegte Werder Bremen II mit 3:0. Die Partie war nicht nur das Eröffnungsspiel der neuen Spielzeit, sondern auch die Einweihung des umgebauten und modernisierten Platz 11 neben dem Weserstadion. Etwa 2800 Zuschauer waren zu dem Spiel gekommen – eine ungewöhnlich hohe Zahl für eine Heimpartie von Werder II. Diese hohe Zuschauerzahl kam zustande, weil über 1000 VfB-Fans ihr Team nach Bremen begleitet hatten. Die Organisatoren waren jedoch nicht auf diese große Menge an Zuschauern vorbereitet. „Was man im Gästeblock erleben musste, war eine Farce“, berichtet Henning Menke in der neuen Ausgabe von „Nordwestkurve – der VfB-Podcast“. Dort ist er regelmäßig bei Host Lars Blancke zu Gast; am Freitag war Menke auch in Bremen dabei. Dort gab es für die mitgereisten Fans viel zu wenige Toiletten, und die Getränkeversorgung war miserabel, sagt Menke. Zudem mussten ältere Oldenburger Fans, die nicht mehr gut zu Fuß waren, einen umständlich langen Weg zu ihren Plätzen nehmen. Ordner verwehrten ihnen den Zugang zu einer Abkürzung. Schließlich kritisierte Menke, dass die Sicht von den Sitzplätzen im Gästeblock stark eingeschränkt war, da direkt vor den Sitzreihen ein Zaun stand. Vor diesem Zaun hätten Ordner zusätzlich die Sicht versperrt. Sein Fazit: „Das war eine Zumutung, so geht man nicht mit Gästefans um.“
Viel Kritik von VfB-Fans
Auch andere VfB-Anhänger äußerten ihren Unmut – direkt vor Ort und später in sozialen Netzwerken. Dabei verwunderte viele, dass Werder die ungewöhnlich hohe Zuschauerzahl schon lange vor dem Spiel kannte und die Rahmenbedingungen überhaupt nicht dazu passten.
Werder reagierte nun auf die Vorwürfe, ging dabei aber nur auf die Mängel in der Gastronomie ein. „Die kulinarische Verpflegung entsprach nicht den Erwartungen des Vereins als Veranstalter“, teilte der Verein mit: „Bei dem hohen Zuschaueraufkommen und teilweise veränderten Abläufen im Zusammenhang mit dem Neubau von Platz 11 konnte die Versorgung der Fans nicht den Erwartungen des SV Werder entsprechen.“ Der Verein werde die Geschehnisse nun „kritisch aufarbeiten, damit in Zukunft ein besserer Service angeboten werden kann. Der SV Werder Bremen entschuldigt sich ausdrücklich für die entstandenen Wartezeiten und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten.“
