Debüt mit Treffer
Der 26-jährige Niederländer Ludovit Reis kam in seinem ersten Spiel für Werder Bremen im DFB-Pokal gegen den Oberligisten Lüneburger SK Hansa als Teil des Aufbaus. Bereits nach weniger als 30 Sekunden hatte er die Möglichkeit, sich mit einer Ballberührung im Werder-Trikot zu belohnen, verfehlte jedoch aus aussichtsreicher Position deutlich. Erst in der Schlussphase erzielte er mit einem Linksschuss von der Strafraumkante das dritte Tor des 3:0-Sieges, das durch einen entscheidenden Abfälscher ergänzt wurde.
Positionswechsel und Einsatz
Reis begann die Partie in der Achterposition - eine Rolle, die er aus seiner Zeit beim Hamburger SV gut kennt. Dort sollte er tiefe Läufe anbieten und sich in engen Räumen mit dem Ball beweisen. Nach der Pause wechselte er auf die Sechserposition, wo er sich merklich steigerte. Daniel Thioune, der Trainer, bemerkte, dass Reis in dieser Rolle „das Spiel vor sich hatte“ und mehr Bälle fordern konnte. Reis selbst erklärte bei „Sky“, dass es in der zweiten Halbzeit darum ging, die Bälle zu halten.
Man-of-the-Match-Auszeichnung
Mit über 100 Ballkontakten und einer insgesamt couragierten Leistung wurde Reis nach 90 Minuten auf dem Platz die Man-of-the-Match-Trophäe überreicht. Thioune betonte, dass bei seinem Werder-Debüt mit einem Treffer „nicht viel besser laufen konnten“ und dass Reis noch Potenzial habe, sich auf beiden Positionen zu entwickeln.
Fans, Atmosphäre und Reaktionen
Das Spiel fand in Hamburg statt, wo knapp 20.000 Werder-Fans den Neuzugang lautstark unterstützten. Gleichzeitig wurde Reis im Lüneburger Block mit deutlichen Pfiffen begleitet, da dort zahlreiche HSV-Sympathisanten anwesend waren. Sportchef Clemens Fritz sagte, dass Reis mit Pfiffen gut umgehen könne, und betonte, dass die Mannschaft zusammen stehe. Reis selbst äußerte sich positiv: „Ich wurde im Verein super aufgenommen. Ich fühle mich echt wohl hier und habe richtig Bock.“
Ausblick
Reis zeigte in seinem ersten Spiel für Werder eine starke Leistung, die sowohl von Fans als auch von Trainern gelobt wurde. Mit seiner Vielseitigkeit und dem Wunsch, sich weiterzuentwickeln, dürfte er in den kommenden Spielen eine wichtige Rolle spielen.
