Samuel Mbangula (22) wurde nach Werder Bremens 3:0-Pokalverlust gegen Lüneburg bereits zur Pause rausgeschmissen. Die 10-Millionen-Euro-Ablöse macht ihn zum zweitteurtesten Einkauf der Klubgeschichte. Trainer Daniel Thioune hat dem belgischen Spieler eine Einzelstunde zugesagt, um seine Defensiv- und Offensivschwächen zu verbessern.
Nachsitzen bei Thioune
Thioune versuchte zunächst, den enttäuschenden Auftritt nicht zu verschönern: „Wir waren nicht zufrieden. Er muss jetzt mal ein bisschen mehr arbeiten und sich unverzichtbar machen.“ Die persönliche Einladung erfolgte am Sonntag auf dem Trainingsplatz nach dem Testspiel der Reservisten gegen Meppen (3:1). Nach zwei trainingsfreien Tagen für die Profis steht am Mittwoch die Nachhilfestunde an.
Analyse der Leistung
Thioune erklärte: „Am Mittwoch setzen wir uns mal hin, gucken uns die Szenen an, gehen in den Matchplan rein und geben ihm die Potenziale, die er verbessern kann.“ Mbangula zeigte in seiner zweiten Werder-Saison taktische Defizite in der Defensive und lieferte im Offensivspiel zu wenig. Der Ex-Juve-Spieler erkennt die Fehler ein und ist bereit, sich zu verbessern.
Positive Beispiele
Im Gegensatz dazu hinterließ U23-Spieler Paul Erevbenagie (19) einen besseren Eindruck. Er feierte sein Pflichtspieldebüt bei den Profis als Einwechslung gegen Lüneburg und belebte das Spiel. Bremens Coach betonte: „Im Spiel gegen Auxerre hat man gesehen, dass Paul noch Zeit braucht. Ich rede bei ihm nicht von einem Starter, aber er kann uns frische Impulse geben.“
Ausblick
Thioune plant, Mbangula in der Einzelstunde gezielt an den Schwächen zu arbeiten. Die Trainer-Sitzung soll die Spielerleistung auf ein neues Niveau heben und Mbangula dazu bringen, sich als unverzichtbaren Bestandteil der Mannschaft zu beweisen. Werder Bremen setzt damit auf eine konsequente Entwicklung der jungen Talente, um die Mannschaft für die kommenden Wettbewerbe zu stärken.
