Werder Bremen wird von Experten als mögliches Überraschungsteam der neuen Bundesliga-Saison eingeschätzt. Grund für den vorsichtigen Optimismus sind vor allem die gelungenen Transferaktivitäten des Klubs in der Sommerpause.

Offensive erhält deutlichen Schub

Die Rückkehr von Níclas Füllkrug und Eren Dinkçi, beide zunächst auf Leihbasis, sowie die Verpflichtung von Ludovit Reis werden als entscheidende Verstärkungen gewertet. Ein Podcaster zeigte sich begeistert vom Kader und sagte, gerade Füllkrug und Dinkçi würden „viel entfachen“. Ein anderer Analyst betonte, die Offensive habe durch die Transfers so viel mehr Potenzial als in der Vorsaison, dass er hier am ehesten optimistisch sei. Sogar der Verbleib von Jens Stage bis zum Ende der Transferperiode wurde als zusätzlicher Faktor für mehr offensive Wucht genannt.

Defensive bleibt Fragezeichen

Trotz der Aufwertung im Angriff sehen die Experten die Defensive als möglichen Problembereich. Werder verlor mit Romano Schmid, Torhüter Mio Backhaus und dem Abwehrtalent Karim Coulibaly drei Stammspieler der vergangenen Spielzeit. Der Verkauf von Coulibaly für eine Ablöse in Höhe von 20 Millionen Euro an Racing Straßburg wurde dennoch als kluger finanzieller Zug bewertet, da der Youngster manchmal unsicher gewirkt habe. Die großen Verstärkungen im Offensivbereich stünden diesem Verlust gegenüber und sollten entsprechend gelobt werden.

Die Analyse basiert auf der Einschätzung, dass Werder das aktuelle Transferfenster im Vergleich zur Vorsaison sehr gut genutzt habe. Der Klassenerhalt in der vergangenen Saison unter Trainer Ole Werner bildet die Grundlage für den erwarteten Schritt nach vorn. Die komplette Planung für die neue Saison lässt sich in der Kaderübersicht nachvollziehen, während der Spielplan der ersten Wochen auf der Terminseite einsehbar ist. Die ersten Spiele werden zeigen, ob die neue Offensivpower den erhofften Unterschied macht.