Werder Bremen hat seinen Kader für die kommende Bundesliga-Saison 2026/27 umfassend umgebaut. Dies berichtet www.getfootballnewsgermany.com in einer aktuellen Analyse dieser Woche. Der SV Werder Bremen beendete die abgelaufene Spielzeit auf dem 15. Tabellenplatz mit 32 Punkten aus 34 Spielen. Die Bilanz lautete 8 Siege, 8 Unentschieden und 18 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 37:60.

Wie sieht die Transferbilanz aus?

Die finanziellen Rahmenbedingungen für den Umbau waren klar. Werder Bremen verzeichnet einen geschätzten Transferüberschuss von +33,4 Millionen Euro in diesem Sommer. Drei größere Verkäufe spülten über 40 Millionen Euro in die Kasse. Verantwortlich für die Kaderplanung ist seit kurzem Markus Pilawa. Der neue Squad Planner kam von Bayern München und Borussia Dortmund und arbeitet unter Sportdirektor Peter Niemeyer. Clemens Fritz ist weiterhin als Vereinsfunktionär im Management aktiv.

Welche neuen Stürmer kommen zu Werder?

Die Offensive wurde mit erfahrenen und jungen Kräften verstärkt. Ein emotionales Comeback feiert Niclas Füllkrug. Der 33-jährige Stürmer kehrt für ein Jahr auf Leihbasis von West Ham United zurück. Eine Kaufoption gibt es nicht, Füllkrug akzeptierte zudem eine deutliche Gehaltsreduzierung. Ein weiterer Neuzugang ist Cedric Itten. Der Schweizer kommt ablösefrei und traf in der Vorsaison 15 Mal für Fortuna Düsseldorf in der Liga.

Aus der eigenen Jugend stößt Salim Musah als echte Option für die Profis vor. Der 20-Jährige überzeugte in der Vorbereitung. Ebenfalls zurückgekehrt ist Eren Dinkçi, der für 400.000 Euro von Freiburg ausgeliehen wurde. Der 19-jährige Kenny Quetant komplettiert als weiteres Talent den Angriff.

Wer übernimmt das Tor und wer verließ den Verein?

Im Tor gab es einen kompletten Wechsel. Letztjähriger Stammkeeper Mio Backhaus wechselte für 12 Millionen Euro zu Freiburg. Sein Nachfolger ist der österreichische Nationaltorhüter Alexander Schlager, der ablösefrei verpflichtet wurde. Die Option auf Karl Hein wurde von Arsenal für rund 3 Millionen Euro gezogen und damit dauerhaft gemacht.

Im Mittelfeld verließ Kreativspieler Romano Schmid den Verein für 8,5 Millionen Euro in Richtung Frosinone. Als Ersatz kam der Spanier Chuki ablösefrei von Real Valladolid. Ein besonders lukrativer Deal war der Verkauf von Karim Coulibaly. Der 19-jährige Abwehrspieler, der vor zwei Jahren aus der HSV-Akademie kam, wechselte für 20 Millionen Euro zu Strasbourg. Werder sicherte sich dabei eine zehnprozentige Weiterverkaufsklausel. Coulibaly hatte 27 Pflichtspiele für die Profis absolviert.

Wie geht es nach der Vorbereitung weiter?

Die Mannschaft muss die Integration der Neuen schnell vorantreiben. Kapitän Marco Friedl sprach nach der enttäuschenden Vorsaison von einer Situation, in der man "in deep shit" war. Nun gelte es, "back where we belong" zurückzukehren. Mit Top-Torjäger Jens Stage bleibt ein wichtiger Leistungsträger erhalten.

Die erste Bewährungsprobe steht am 5. September an, wenn Werder im heimischen Osterdeich auf den Drittplatzierten RB Leipzig trifft. Die Ausgangslage ist angesichts der personellen Veränderungen und der verbleibenden Verletzten wie Dariusz Stalmach, Felix Agu, Oskar Wójcik und Eren Dinkçi eine Herausforderung. Den aktuellen Kaderstatus können Fans auf unserer squad Seite einsehen, die anstehenden Spiele finden sich im fixtures Kalender. Mit 57 Punkten Rückstand auf Rekordmeister Bayern München aus der Vorsaison ist der Weg nach oben lang, doch der Umbau zeigt klare Ambitionen.