Werder Bremen hat unter Trainer Daniel Thioune eine stabile Defensive entwickelt. Die Mannschaft lässt die wenigsten Torschüsse aller Bundesligisten zu. Dies ist umso bemerkenswerter, da die Bremer aufgrund von Verletzungen und Sperren immer wieder Anpassungen in der Hintermannschaft vornehmen mussten. Daniel Thioune meint, dass er für ein gutes Gefühl noch zwölf Punkte bräuchte. Der 51-Jährige feilt mit seiner Mannschaft schon seit Wochen an der Stabilität. Was gar nicht so einfach ist, denn personelle Verlässlichkeiten gibt es gerade in Werders Hintermannschaft kaum. Immer wieder fallen Abwehrspieler verletzt oder gesperrt aus, auch im defensiven Mittelfeld müssen regelmäßig Anpassungen vorgenommen werden. Normalerweise ist das Gift, um brauchbare Automatismen zu entwickeln. Und es gelingt doch. Auch das Fachmagazin 'kicker' bemerkte anerkennend, dass Werder seit Thiounes Amtsübernahme die wenigsten gegnerischen Torschüsse aller Bundesligisten zugelassen hat. 107 waren es insgesamt, was bei zehn Partien einem Schnitt von 10,7 entspricht – selbst der große FC Bayern München liegt knapp dahinter. Keeper Mio Backhaus lobte die Verteidiger: 'Wir bekommen momentan die wenigsten Schüsse aufs Tor. Chapeau an unsere Verteidiger, die geben alles, sind voll da.' Die defensive Robustheit könnte im Saisonendspurt wichtig werden. Tabellarisch reicht es für die Bremer noch nicht, das punktgleiche Trio allein wegen des Torverhältnisses hinter sich zu lassen, doch zumindest der Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach sind nicht weit entfernt. Auf Werder warten nun bis zum Schluss schwierige Aufgaben, der VfB Stuttgart, FC Augsburg, die TSG Hoffenheim und Borussia Dortmund sind allesamt Teil der oberen Hälfte des Klassements. Mittelfeldspieler Jens Stage meinte nach dem Derbysieg: 'Jetzt kriegen wir ein bisschen Momentum, aber Stuttgart auswärts ist eines der schwierigsten Spiele der Saison.'