Der SV Werder Bremen hat eine mündliche Einigung mit dem belgischen Linksverteidiger Moussa Ndiaye erzielt. Dies berichtete der Sender Sky am Donnerstagabend. Damit fehlt nur noch die Zustimmung des aktuellen Vereins RSC Anderlecht, um den Transfer abzuschließen. Werder verhandelt mit den Belgiern über einen Leihvertrag, der eine Kaufoption enthalten soll.

Die Mannschaft von Trainer Ole Werner will ihre Abwehr nach einer Saison mit 60 Gegentoren verstärken. In der abgelaufenen Spielzeit belegte Werder Bremen mit 32 Punkten den 15. Platz in der Bundesliga. Die nächste Gelegenheit, die Defensive zu testen, bietet sich bereits am Samstag beim Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg, der aktuell auf Platz sieben steht.

Wie liefen die Verhandlungen ab?

Die ersten Informationen über Werder Bremens Interesse an Moussa Ndiaye stammten von der "DeichStube". Sky bestätigte dann am 28. August die mündliche Einigung zwischen dem Spieler und dem Bundesligisten. Der 24-Jährige steht damit bereit, nach Bremen zu wechseln. Jetzt liegt der Ball bei Anderlecht. Die Verantwortlichen beider Klubs müssen sich noch über die genauen Konditionen der Leihe einigen.

Ein solcher Deal mit einer anschließenden Kaufoption würde Werder Flexibilität geben. Der Verein kann den Spieler zunächst kennenlernen, bevor er sich langfristig bindet. Das ist für einen Klub, der in der Vorsaison nur acht Siege holte und 57 Punkte hinter Meister Bayern München lag, eine sinnvolle Strategie. Alle anstehenden Termine der Grün-Weißen finden sich auf unserer Fixtures Seite.

Welche Rolle spielt Moussa Ndiaye?

Moussa Ndiaye ist ein 24 Jahre alter Linksverteidiger. Er würde eine Position besetzen, in der Werder Bremen in der vergangenen Saison oft Probleme hatte. Die Mannschaft kassierte 37 Gegentore mehr, als sie selbst traf. Eine stabilisierte Defensive ist daher ein zentrales Ziel für die neue Spielzeit.

Ndiaye bringt Erfahrung aus der belgischen Liga mit und könnte sofort Konkurrenz für die etablierten Spieler auf seiner Position schaffen. Sein Wechsel würde die Qualität und Tiefe im Kader erhöhen. Den aktuellen Kaderüberblick bietet unsere Squad Seite.

Was bedeutet das für die Transferplanung?

Die geplante Verpflichtung von Ndiaye zeigt, dass Werder Bremen auch nach Saisonende aktiv auf dem Transfermarkt bleibt. Nur die Einigung mit Anderlecht fehlt noch für den Abschluss des Deals. Sollte der Leihwechsel zustande kommen, wäre es ein typischer Werder-Transfer: risikoarm mit der Option auf einen dauerhaften Verbleib.

Für die sportliche Leitung um Clemens Fritz ist es wichtig, die Schwachstellen der Mannschaft gezielt anzugehen. Die Defensive war mit einem Torverhältnis von 37:60 eine der größten Baustellen. Verbesserungen hier sind nötig, um in der Tabelle nach oben zu klettern. Die aktuelle Tabellensituation kann auf unserer Standings Seite eingesehen werden.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob Anderlecht den Wechsel freigibt. Für Werder Bremen geht es dann direkt sportlich weiter. Das Auswärtsspiel in Freiburg steht an, bevor die Transferperiode schließt. Eine Verstärkung wie Ndiaye könnte dem Team neuen Schwung für die anstehenden Aufgaben geben.