Mitchell Weiser hat Werder Bremen mit einem emotionalen Tor in der Nachspielzeit einen 3:2-Heimsieg gegen den FC Augsburg beschert. Der 32-Jährige traf in der dritten Minute der Nachspielzeit zum entscheidenden Treffer und feierte damit nach einem Kreuzbandriss und 14 Monaten Pause ein perfektes Comeback.
Der Sieg am vergangenen Samstag katapultierte Werder auf den achten Tabellenplatz der Bundesliga. Mit nun sieben Punkten aus vier Spielen hat das Team von Trainer Daniel Thioune einen soliden Saisonauftakt hingelegt. Die Mannschaft zeigt sich in guter Form, was auch die Standings belegen, und trifft in der kommenden Länderspielpause auf Spitzenreiter Borussia Dortmund.
Weiser war im Juli 2025 mit einer schweren Knieverletzung ausgefallen und hatte seitdem kein Pflichtspiel mehr bestritten. Sein Einsatz gegen Augsburg war daher eine Überraschung. Weiser sagte nach dem Spiel, der Moment sei unbeschreiblich. Trainer Daniel Thioune zeigte sich ebenfalls gerührt: „Dass Mitchell Weiser das Ding eingeschweißt hat: für alle Fußballromantiker, herzlich willkommen im Weserstadion!“
Das Spiel selbst war eine Achterbahn der Gefühle. Augsburg ging durch Robin Fellhauer (18.) und Calvin Marc Brackelmann (58.) in Führung. Werder kämpfte sich jedoch zurück: Marco Grüll (66.) und Niclas Füllkrug (86.) glich aus, ehe Weiser in der Schlusssekunde den Sieg vollendete. Füllkrug ist mit drei Saisontreffern aktuell bester Werder-Torschütze, wie die Stats zeigen.
Der späte Dreier gibt der Mannschaft enormen Rückenwind für die anstehenden Aufgaben. Die nächste Prüfung steht am 9. Oktober beim Tabellenführer Borussia Dortmund an. Bis dahin muss das Team einige Ausfälle kompensieren; Jens Stage, Justin Njinmah und Moussa Ndiaye fehlen verletzt. Die genaue Planung für diese schwierige Auswärtspartie ist im Fixtures-Kalender zu finden. Der Sieg gegen Augsburg unterstreicht die mentale Stärke des Kaders, auf die Thioune in der entscheidenden Phase der Saison bauen kann.
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