Karl Hein lieferte eine Traumleistung für Werder Bremen beim 2:2 beim BVB. Der estnische Torhüter parierte sieben Schüsse und wurde am Ende zum Man of the Match gewählt.
"Am glücklichsten bin ich darüber, dass ich gesund zurückkommen konnte, keine größere Verletzung hatte und der Mannschaft heute helfen konnte", sagte der 24-Jährige nach dem Spiel. Hein hatte sich während der Länderspielpause eine Oberschenkelprellung zugezogen, war aber rechtzeitig fit geworden. Sein Auftritt am Freitagabend im Signal-Iduna-Park war sein siebter Pflichtspieleinsatz für den SVW.
Wie Hein das Remis sicherte
Nicht nur mit seinen Reflexen glänzte Hein. Mit einem langen Abschlag leitete er die Szene ein, die zu Niclas Füllkrugs spätem Ausgleich in der 90. Minute führte. Auch ein schneller Wurf auf Chuki startete einen gefährlichen Konter. Fußballdirektor Clemens Fritz lobte die Leistung als "überragend und absolute Topklasse". Fritz verwies darauf, dass Hein sich bereits in der Vorsaison im Training und von der Bank beeindruckt habe.
Der Punkt in Dortmund festigte Werders Position im Mittelfeld der Tabelle. Die Mannschaft von Ole Werner liegt nach fünf Spieltagen mit acht Punkten auf Rang sieben. Die komplette Übersicht über die Tabelle zeigt, dass der Abstand zur Spitze fünf Punkte beträgt. Topscorer Niclas Füllkrug, der sein viertes Saisontor erzielte, und seine Mitspieler können sich auf das nächste Spiel gegen den Tabellen-15. SC Paderborn 07 am Samstag freuen. Den genauen Spielplan finden Sie auf unserer Spielplan-Seite.
Trotz seiner herausragenden Leistung sieht sich Karl Hein nicht als gesetzten Stammtorhüter. "Die Trainer entscheiden, wer spielt. Ich arbeite hart, um mir meinen Platz zu verdienen", betonte er. Er sprach mit großem Respekt von seinem Konkurrenten Alex Schlager, dem österreichischen Nationalkeeper. Dessen Arbeitsethos und Charakter seien hervorragend, und die Zusammenarbeit funktioniere bestens.
"Ich lebe aktuell meinen Traum. Als Kind aus Estland in einer großen Liga wie dieser für einen großen Verein wie Bremen zu spielen, ist im Grunde ein Traum", so Hein über seine Situation. Der Wechsel im Sommer sei für ihn eine leichte Entscheidung gewesen, nachdem er die Atmosphäre im Vorjahr bereits von der Bank aus bei Spielen wie in Dortmund erlebt hatte. Sein Debüt für Werder war im vorigen Jahr am fünften Spieltag gegen Bayern München verlustreich mit 0:4 ausgegangen. Diesmal am gleichen Spieltag sorgte er für einen positiven Dreier.
Die Werder-Elf trifft am 17. Oktober (15:30 Uhr) in der wohninvest WESERSTADION auf den Aufsteiger SC Paderborn. Ein Blick auf den aktuellen Kader zeigt die personellen Optionen von Trainer Werner für dieses Heimspiel.
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