Julian Malatini verlässt Werder Bremen und wechselt leihweise zum FC Cincinnati in die Major League Soccer. Der 25-jährige argentinische Innenverteidiger konnte sich in der aktuellen Kaderkonstellation der Grün-Weißen nicht für mehr Spielzeit empfehlen, wie der Verein am Donnerstag bestätigte. Das berichtet Bild Sport.
Die Abgangsentscheidung fällt in eine turbulente Saisonvorbereitung für Werder, die mit einem Punkt aus dem ersten Spiel auf Platz 15 der Bundesliga-Tabelle steht. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune kassierte vier Gegentore bei nur einem eigenen Treffer und liegt damit bereits drei Punkte hinter dem Spitzenreiter FC Bayern München. Das nächste schwere Spiel wartet am Freitag, dem 5. September 2026, mit dem Heimspiel gegen den Drittplatzierten RB Leipzig.
Warum verlässt Malatini Werder Bremen?
Julian Malatini kam im Januar 2024 für eine Ablöse von zwei Millionen Euro von Defensa y Justicia nach Bremen. Sein Start war vielversprechend, denn in seinem ersten Bundesligaeinsatz erzielte er prompt ein Tor nach seiner Einwechslung. Auf Dauer gelang es dem Verteidiger jedoch nicht, sich einen Stammplatz zu sichern. Peter Niemeyer, der Profi-Chef des Vereins, begründete den Weggang mit der sportlichen Situation. "In unserer aktuellen Kaderkonstellation konnten wir Julian nur wenig Spielzeit in Aussicht stellen. Daher haben wir uns gemeinsam mit ihm für eine Leihe entschieden", sagte Niemeyer.
Der Wechsel nach Cincinnati ist als einjährige Leihe mit einer anschließenden Kaufoption vereinbart. Malatini wird zunächst weiter in Bremen trainieren, bis alle notwendigen Reisedokumente für den Transfer in die Vereinigten Staaten vorliegen. Für Werder bedeutet der Abgang eine Anpassung der defensiven Personaldecke, die sich in den kommenden Spielen beweisen muss.
Wie geht es mit Dawid Kownacki weiter?
Neben Malatini könnte ein weiterer Spieler den Verein verlassen. Der 29-jährige Stürmer Dawid Kownacki steht laut Berichten im Interesse des polnischen Klubs Pogon Stettin. Trainer Daniel Thioune äußerte sich zur Situation des Angreifers und versicherte ihm faire Chancen, sollte ein Wechsel nicht zustande kommen. "Er ist nicht glücklich mit seiner Situation und vielleicht auch gerade nicht glücklich mit mir als Person.", so Thioune. Der Trainer betonte, dass man die Möglichkeit einer Positionsveränderung für Kownacki bereits früh besprochen habe.
Welche Herausforderungen hat Werder aktuell?
Der Abgang von Malatini und die unsichere Zukunft von Kownacki kommen zu einem schwierigen Zeitpunkt. Die Mannschaft muss nach dem negativen Saisonstart mit einer Torquote von 1:4 und der roten Laterne in der Tabelle schnell reagieren. Die Defensive, in der Malatini hätte eine Rolle spielen können, steht besonders unter Druck. Die kommenden Pflichtspiele, beginnend mit dem Duell gegen Leipzig, werden zeigen, wie die verbleibenden Spieler in der Abwehrkette zusammenfinden. Ein Blick auf den aktuellen Kader offenbart den Bedarf für stabile Leistungen in dieser Saisonphase.
Der Fokus liegt nun voll auf der Vorbereitung für das Heimspiel am Freitag. Ein Erfolg gegen die starken Leipziger wäre ein wichtiges Signal für die gesamte weitere Saisonplanung. Alle anstehenden Termine der Grün-Weißen sind auf unserer Spielplan-Seite einsehbar.
