Karl Hein wird im Tor von Werder Bremen beim Bundesliga-Kracher in Dortmund stehen. Der estnische Nationaltorhüter hat seine Oberschenkelprellung überwunden und ist für das Auswärtsspiel am Freitagabend (20.30 Uhr) einsatzbereit. Trainer Daniel Thioune gab die positive Nachricht bekannt. „Ich gehe davon aus, dass Karl spielt“, sagte der 52-Jährige. „Er hat am Mittwoch individuell mit Kiki Vander trainiert. Es war ein gutes Training. Es gab nichts, was Karl nicht konnte.“ Sollte Hein doch ausfallen, wäre Alexander Schlager seine Vertretung.
Die Defensive bleibt jedoch angeschlagen. Schlüsselspieler Mitchell Weiser ist nach seinem 60-Minuten-Einsatz im 0:7-Testspieldebakel gegen Twente noch nicht spielfähig. „Man hat gesehen, dass ihm die Wettkampfhärte fehlt“, erklärte Thioune. „Nach den Spielen in Köln und Augsburg wurde viel in ihn reingelegt. Auch eine gewisse Ermüdung war spürbar. Mitch kann eine Halbzeit, aber wir brauchen noch ein bisschen Geduld.“ Auch Felix Agu fällt nach seinem vorzeitigen Auswechseln in Enschede mit Wadenproblemen für Wochen aus. Thioune nannte die Verletzung einen „schweren Rückschlag“ für den 27-Jährigen und konnte noch keine Rückkehrprognose geben.
Die Ausfälleliste ist lang. Neben Weiser und Agu fehlen auch Jens Stage, Justin Njinmah, Keke Topp, Senne Lynen, Salim Musah und Skelly Alvero. Leihspieler Moussa Ndiaye wartet wegen anhaltender Leistenschmerzen weiter auf sein Debüt. Die Mannschaft reist als Tabellenachter mit sieben Punkten aus vier Spielen zum Spitzenreiter nach Dortmund. Die jüngste Formkurve zeigt mit zwei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen in den letzten fünf Pflichtspielen eine gemischte Bilanz. Den aktuellen Kader und die komplette Verletztenliste finden Sie auf unserer Seite.
Das 0:7 gegen Twente war ein deutlicher Dämpfer vor der Königsklasse-Partie. Nun gilt es, beim BVB eine Reaktion zu zeigen. Die nächsten Termine im vollen Bundesliga-Kalender, einschließlich des Heimspiels gegen Paderborn, sind auf unserer Spielplan-Seite verzeichnet. Niclas Füllkrug, mit drei Saisontreffern bester Werder-Torschütze, wird in der Offensive eine zentrale Rolle übernehmen müssen. Die Mannschaft hat in den vier Ligaspielen bisher sieben Tore erzielt, aber auch sieben kassiert. Das Ziel für die Saison bleibt klar: Die 40-Punkte-Marke, die in den vergangenen Jahren meist für den Klassenerhalt reichte, soll erreicht werden.
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