Niclas Füllkrug kehrt am Freitag mit Werder Bremen erstmals als Gegner zum BVB zurück. Der 33-jährige Stürmer hat mit vier Toren in seinen ersten fünf Pflichtspielen seit seiner Rückkehr die Offensive der Grün-Weißen belebt und ist mit drei Saisontreffern aktuell bester Torschütze des Teams, das mit sieben Punkten auf Rang acht steht.
"Ich habe es noch nicht so genau vor Augen, aber ich freue mich natürlich drauf", sagte Füllkrug über das Duell am Freitagabend (20.30 Uhr) im Signal Iduna Park. "Mir war noch gar nicht klar, dass ich bis jetzt noch nicht wieder in Dortmund gespielt habe." Der Angreifer verbrachte die Saison 2023/24 bei Borussia Dortmund, für die er in 43 Einsätzen 15 Mal traf, bevor Stationen bei West Ham United und AC Milan folgten. Seine Rückkehr zu Werder im Sommer markiert eine Rückkehr in vertraute Gefilde, nachdem er den Verein bereits von 2019 bis 2023 verstärkte.
Trainer Daniel Thioune lobt die Wirkung des Routiniers im Kader. "Seine Mentalität, die Jungs mitzureißen und den Ball reinzuknallen, ist mega", so Thioune. Er ist überzeugt, dass Füllkrug dem Team hilft, und diese Wirkung bereite allen Freude. Füllkrug selbst betont, er versuche, Erwartungen zu übertreffen und werde in Emotionen und Leidenschaft bezahlt, nicht nur in Währung. "Ich bin ein Spieler, der sich immer reinkniet und alles gibt. Das ist mein Antrieb", fügte der Stürmer hinzu.
Statistische Stütze
Seine Werte untermauern die Bedeutung: Füllkrug gewinnt 68 Prozent seiner offensiven Luftkämpfe, was ihn unter den Stürmern der Liga auf Rang zwei bringt. Zudem erreichen 92 Prozent seiner Rücklagen einen Mitspieler. Als Wandspieler schafft er Räume für kreative Kräfte, auch ohne den Ball zu berühren. Diese taktische Variabilität ist für Bremen in Drucksituationen wertvoll. Seine physische Präsenz und Spielintelligenz bieten dem Team eine stabile Anspielstation, besonders in schwierigen Auswärtsspielen.
Die Aufgabe am Freitag ist dennoch groß. Werder reist als Außenseiter zum Tabellenführer, gegen den man fünf Punkte Rückstand hat. Die Mannschaft von Daniel Thioune blickt auf ein wechselhaftes Frühjahr mit der Formkurve LWDWL zurück, zuletzt gab es eine 0:7-Pokalpleite bei Twente. Thioune forderte nach dieser Niederlage eine Reaktion und sieht in Füllkrug einen Schlüsselspieler für die notwendige Stabilität. Die komplette Übersicht der bisherigen Ergebnisse und der weiteren Spielplan sind online einsehbar. Für Füllkrug bedeutet Bremen die Rückkehr in vertraute Gefilde und neue Stärke, was sich in der soliden Saisonstartbilanz von zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage widerspiegelt. Das nächste Kapitel seiner intensiven Reise schreibt er nun in Dortmund, wo er hofft, seine Torausbeute gegen seinen früheren Verein fortsetzen zu können.
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